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freifunk : seid frei : funkt frei

Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/
UAP-AC-M mit Freifunk flashen.
Freifunk Outdoor Router mit Dualband: 2.4 & 5 GHz.

Stand: 2019-04-22
Nr. Freifunk Handbuch Inhalt:
1 Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M, PRO ...
mit Freifunk flashen
2 Ubiquiti Freifunk Router Empfehlungen
(auch fĂŒr OpenWrt bzw. LEDE-Project)
3 Xubuntu Linux (Live-System) vorbereiten
4 Freifunk Firmware herunterladen
5 feste IP-Adresse einstellen (unter Linux/Xubuntu)
6 UniFiÂź Router mit Freifunk Firmware flashen
7 Freifunk-Router konfigurieren
8 Wichtig - Reset geht nur am Router selbst
9 UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M - Outdoor Anpassungen (Freifunk/Gluon)
10 5 GHz Band, Frequenzen, KanÀle, DFS, TPC, maximale Sendeleistungen (802.11a/h/n/ac/ax)
11 5 GHz Reichweite, Geschwindigkeit, Störungen, Mesh-Netzwerk, Outdoor/Außenbereich
12 Gesetzliche Richtlinien & Stellungnahmen: EU, Deutschland, Kernel-Entwickler, OpenWrt, Gluon
13 UniFiÂź AC-Mesh LED abschalten (Freifunk/Gluon)
14 alte Firmware herunterladen (downgrade/debrick/stock firmware restore)
15 downgrade/debrick/stock firmware restore - Router Reparatur/originale Firmware wiederherstellen
16 weitere Router Empfehlungen mit Dualband:
GL-iNet, AVM, Netgear, Zyxel, TP-Link (2.4 + 5 GHz)
17 AVM Fritz!Box & Fritz!WLAN Repeater mit Freifunk Firmware flashen
18 weiterfĂŒhrende Links - Beispielrouter


1. Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M mit Freifunk flashen



Diese einfache Schritt fĂŒr Schritt-Anleitung erklĂ€rt wie man den
Ubiquiti UnifiÂź AC-Mesh Router (AUP-AC-EDU, UAP-AC-IW, UAP-AC-LITE, UAP-AC-LR, UAP-AC-M, UAP-AC-M-PRO und UAP-AC-PRO)
mit Freifunk flasht.

Alle hier beschriebenen Schritte wurden mit einem
UniFi AC-Mesh Router mit einem Xubuntu 18.10 i386 (x86/32-Bit) Live-System durchgefĂŒhrt (zu 100 % getestet).
Der zum Testen verwendete Router ist hier Online.
Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M Verpackung Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M Lieferumfang
Foto: Umverpackung und Lieferumfang.

Wichtiges vorab:
Vor dem Flashen mit der Freifunk-Firmware muss man zuerst ein downgrade auf die Firmware 3.7.58 oder 3.8.3 durchfĂŒhren.
Die Antennen sollte man bei der Endmontage, so wie hier gezeigt 45° geneigt nach links und rechts ausrichten.

2. Ubiquiti Freifunk/OpenWrt Router Empfehlungen (getestete)



🛍 Ubiquiti UniFiÂź ModellĂŒbersicht (empfohlene Auswahl):



3. Linux Umgebung vorbereiten (Xubuntu/Download)



Die nĂ€chsten Schritte fĂŒhrt man am einfachsten in einer Linux Umgebung aus.
Hat man kein Linux installiert, dann kann man die folgenden Befehle auch in einem Linux Live-System ausfĂŒhren.
Das installierte Grundsystem bleibt dann unberĂŒhrt.
Als Linux-System/Live-System empfehle ich Xubuntu.

Die aktuelle Xubuntu Version findet man hier:
https://xubuntu.org/download/ - Xubuntu Homepage.
http://cdimage.ubuntu.com/xubuntu/releases/ - Direktlink zu den DVD/CD-Images (empfohlen).

Benötigt man ein Live-System auf einem USB-Stick,
dann sollte man sich das Programm Rufus mal ansehen.
https://rufus.ie/ - Rufus Homepage.

Startet nun Linux bzw. das Live-System von DVD/USB.

4. Freifunk Firmware herunterladen:



Als nÀchstes muss man die Freifunk-Firmware passend zur Community herunterladen.
Hierbei muss man insbesondere beachten, dass fĂŒr die Ubiquiti Unifi AC-Mesh Router (UAP-AC-M) kein 'factory' Firmware-Image vorhanden ist.
Man muss hier also direkt aus dem 'sysupgrade' Ordner das entsprechende Firmware-Image herunter laden.
Hier im Beispiel wird die Firmware von Freifunk Saar verwendet. Man kann die Vorgehensweise aber fĂŒr andere Communitys hier leicht ableiten.

Die aktuelle sysupgrade Firmware von Freifunk Saar findet man hier:
https://mgmt.saar.freifunk.net/firmware/stable/sysupgrade/

Ladet hier die aktuelle Firmware (Namensschema) herunter:
gluon-ffsaar-1.7.3-ubiquiti-unifi-ac-mesh-sysupgrade.bin [1] (empfohlene Version fĂŒr UAP-AC-M)
Ggf. die Community, die Version und das Modell anpassen.

Wichtig: Beachtet dabei fĂŒr die LITE, LR, PRO Versionen usw. gibt es teilweise eine separate Firmware.
Welche Version ihr hier herunter laden mĂŒsst habe ich euch oben bei den Router Empfehlungen mit angegeben.

Hier noch ein Screenshot wo man die aktuelle Firmware findet:
Freifunk Saar - sysupgrade Firmware download Server

5. feste IP-Adresse unter Xubuntu/Linux einstellen (vorbereiten zum flashen):



Am PC muss man nun eine feste IP-Adresse einstellen:
IP-Adresse:  192.168.1.2
Subnetmaske: 255.255.255.0


FĂŒr alle Linux unerfahrenen sind hier noch mal alle Schritte im Bild:
Xubuntu feste IP-Adresse einstellen
ErgÀnzende Hinweise:
Bei Problemen mit der Verbindung sollte man eine ggf. vorhandene WLAN-Netzwerkkarte deaktivieren.
Wenn ihr Linux dauerhaft installiert habt, dann findet ihr hier Tipps zur Einrichtung der Netzwerkkarte.

Nun kann man den UniFiÂź Mesh Router mittels PoE-Adapter mit dem PC verbinden.

6. Router mit Freifunk-Firmware flashen:



öffnet ein Terminal und verbindet euch wie folgt mit dem Router:
xubuntu@xubuntu:~$ ssh ubnt@192.168.1.20
RSA key fingerprint is SHA256:WHcxMJ5bGCI7Y+2uZ7fIXoNap8j5gJRLg3a6NZOQ9sc.
Are you sure you want to continue ... connecting (yes/no)? yes
Warning: Permanently added '192.168.1.20' (RSA) to the list of known hosts.
ubnt@192.168.1.20's password: ubnt


BusyBox v1.19.4 (2017-05-08 10:00:47 PDT) built-in shell (ash)
Enter 'help' for a list of built-in commands.

BZ.v3.7.58# mtd
Usage: mtd [<options> ...] <command> [<arguments> ...] <device>[:<device>...]
... Ausgaben gekĂŒrzt ...
BZ.v3.7.58#


Die Frage nach dem RSA SchlĂŒssel (dieser ist fĂŒr jeden Router individuell) mit 'yes' beantworten.
Der RSA SchlĂŒssel wird in einem Live-System natĂŒrlich nicht dauerhaft gespeichert (das ist ok so).

Benutzername und Passwort ist im Auslieferungszustand jeweils 'ubnt'.

'BZ.v3.7.58' ist die aktuell installierte Firmware-Version vom Router (siehe letzte Zeile).

'mtd' wird im Hintergrund verwendet um auf die einzelnen Partitionen des Flashspeichers zuzugreifen.
Den Befehl muss man nicht weiter beachten, er muss nur da sein (die Ausgabe oben muss kommen).
WeiterfĂŒhrende Informationen (optional): Wikipedia, OpenWrt

Wichtig:
Zum Flashen der Freifunk Firmware muss die Version 3.7.58 oder 3.8.3 installiert sein.
Ist eine neuere höhere Version installiert oder
sollte hier folgender Fehler erscheinen, dann muss man zuerst
eine alte Original Firmware (stock-rom) flashen:
-ash: mtd: not found

Hier also nur fortsetzen wenn die Version 3.7.58 oder 3.8.3 lautet!

Öffnet ein weiteres Terminal.
Das bestehende Terminal mit der SSH-Verbindung zum Router nicht schließen.
Arbeitet die hier angegebenen Befehle ab:
Ins Downloads Verzeichnis wechseln:
xubuntu@xubuntu:~$ cd Downloads/


Die heruntergeladene Freifunk-Firmware (Community und Version ggf. anpassen) in 'firmware.bin' umbenennen:
xubuntu@xubuntu:~/Downloads$ mv gluon-ffsaar-1.7.2-ubiquiti-unifi-ac-mesh-sysupgrade.bin firmware.bin


Und die Firmware nun mittels 'scp' ins '/tmp' Verzeichnis auf den AC-Mesh Router kopieren.
xubuntu@xubuntu:~/Downloads$ scp firmware.bin ubnt@192.168.1.20:/tmp/
ubnt@192.168.1.20's password: ubnt
firmware.bin                                  100% 4032KB   3.9MB/s   00:01
xubuntu@xubuntu:~/Downloads$

Das Passwort lautet hier wieder 'ubnt'.

Wichtig:
Beachtet dabei: Die '/tmp' Verzeichnisse werden bei einem Routerneustart automatisch bereinigt.
Alle nachfolgenden Schritte sollte man daher nun ohne Unterbrechnung durchfĂŒhren.

Wechselt nun zum anderen Terminal mit der SSH-Verbindung zum Router
und arbeitet die hier angegebenen Befehle ab:

Partition 0 und 1 beschreiben:
BZ.v3.7.58# mtd write /tmp/firmware.bin kernel0
Unlocking kernel0 ...

Writing from /tmp/firmware.bin to kernel0 ...
BZ.v3.7.58# mtd write /tmp/firmware.bin kernel1
Unlocking kernel1 ...

Writing from /tmp/firmware.bin to kernel1 ...


Boot Partition herausfinden. Beachtet dabei die Ausgabe.
Die hier rot hervorgehobene Ziffer muss man im nĂ€chsten Befehl ĂŒbernehmen:
BZ.v3.7.58# grep bs /proc/mtd
mtd4: 00020000 00010000 "bs"


Bootselect festlegen/ein Nullbyte an den Anfang der Partition '/dev/mdt4' schreiben (die Partition ggf. anpassen):
BZ.v3.7.58# dd if=/dev/zero bs=1 count=1 of=/dev/mtd4
1+0 records in
1+0 records out

Hintergrund-Informationen:
Die '0' in der Bootselect Partition 'bs' (grep bs /proc/mtd) legt fest, welche Partition als nĂ€chstes gestartet werden soll.
Die Stockfirmware enthĂ€lt standardmĂ€ĂŸig 2 Partitionen die immer abwechselnd aktualisiert werden um im Fehlerfall von der vorherigen (Ă€lteren) Version zu booten.
Da Freifunk diesen Wechsel nicht unterstĂŒtzt, wird hier Partition '0' fest eingestellt.
OpenWrt und Freifunk aktualisieren derzeit immer nur die kernel0 Partition (kein flip-flop).
Da der Bootloader eine signierte Firmware bevorzugt muss man weiterhin immer beide Partitionen beim erstmaligen flashen mit der Freifunk/OpenWrt Firmware bespielen.
Wenn der Bootselect erst nachtrÀglich geschrieben wird, ist es meist '/dev/mtd7'.

Den Router neustarten:
BZ.v3.7.58# reboot
BZ.v3.7.58# Connection to 192.168.1.20 closed by remote host.
Connection to 192.168.1.20 closed.


Der Router startet jetzt in die Freifunk KonfigurationsoberflÀche.

7. Freifunk-Router konfigurieren:



Der Router befindet sich nach dem ersten Neustart automatisch im Konfigurationsmodus.
Weiterhin verteilt der Router in der Zeit ĂŒber DHCP IP-Adressen, so das der PC eine passende Adresse erhĂ€lt.

Startet nun die Konfiguration ĂŒber: http://192.168.1.1

Klickt in dieser Anzeige zuerst oben rechts auf [Advanced settings].
Wechselt dann auf den Karteireiter [WLAN].
Hier sollte man das Mesh-Netz bei 5 GHz deaktivieren, da das Mesh-Netz derzeit noch nicht mit wechselnden KanÀlen klar kommt.
Die mitgelieferten Antennen senden/empfangen mit 4 dBi.
Daher muss man Sendeleistung auf 16 dBm (39 mW) herunter setzen (sowohl im 5 GHz als auch im 2.4 GHz WLAN Netz).
Im 2.4 GHz Band sind maximal 20 dBm erlaubt.
Im 5 GHz Band sind auf den indoor KanĂ€len maximal 20 dBm ohne TPC und maximal 23 dBm mit TPC erlaubt.
Gluon sendet im 5 GHz Band standardmĂ€ĂŸig auf dem indoor Kanal 36.
Daher wird hier eine Reduzierung auf 16 dBm empfohlen (ohne TPC), da ich nicht 100 % weiß ob Gluon TPC unterstĂŒtzt.
Mit TPC UnterstĂŒtzung könnte man auch eine Reduzierung auf 19 dBm einstellen.
Auf den Outdoor KanÀlen ist eine höhere Sendeleistung erlaubt. Details dazu folgen weiter unten
(Outdoor Einstellungen/5 GHz Ăœbersicht).
Übernehmt die Einstellungen am besten wie sie hier im Bild dargestellt sind.
Die Sendeleistung muss man nicht nur absenken um Gesetzeskonform zu bleiben, sondern auch um die Reichweite der Clients nicht negativ zu beeinflussen.
Die Sendeleistung sollte man nicht zu hoch einstellen!
FĂŒr weitere Informationen einfach dem Link folgen.
Freifunk Wizard/KonfigurationsoberflÀche WLAN 5 GHz Einstellungen

Anpassungen auf der Hauptseite:
Bei [Node name] trÀgt man möglichst einen eigenen Namen oder den Standort ein, [ffsaar-xxxxxxxxxx] also entsprechend Àndern.
Nur so als Tipp: Der Name sollte nach Möglichkeit nur 28-32 Zeichen lang sein, da dieser sonst an einigen ggf. Stellen abgekĂŒrzt angezeigt wird (abhĂ€ngig von der Zeichenbreite).
LĂ€ngere Namen sind natĂŒrlich problemlos möglich, diese sollte man verwenden wenn der Name hilfreich ist oder dieser speziell gewĂŒnscht wird (wie z. B. der Firmenname von einem Cafe).

Der Punkt [Use internet connection (mesh VPN)] kann immer angehakt bleiben.
Die eigene Internet-Verbindung wird nur fĂŒr andere Freigegeben, wenn ein Patchkabel am WAN-Port angesteckt ist.
Ist kein Patchkabel angeschlossen, dann mesht der Router ĂŒber WLAN mit anderen Freifunk-Routern wenn diese in Reichweite sind.

Der Punkt [Limit bandwidth] sollte fast selbsterklÀrend sein.
Nur folgender Tipp aus eigener Erfahrung (ich betreibe und betreue seit mehreren Jahren, mehrere Router, an mehreren Standorten):
Ich verwende hier praktisch keine Drossel mehr.
Denn Freifunk-Nutzer die etwas GrĂ¶ĂŸeres herunter laden oder senden möchten bleiben auch wenn das WLAN langsamer ist einfach lĂ€nger am Knoten.
Damit verlangsamen sie aber nur den Zugang fĂŒr alle anderen Freifunk-Nutzer. Man erreicht damit also eher wenig.
Man sollte den Anschluss daher möglichst komplett freigeben, sodass auch grĂ¶ĂŸere Downloads/Uploads problemlos möglich sind.
Denn dann ist der Anschluss schnell wieder frei fĂŒr alle.
Letzteres entspricht auch am ehesten dem Freifunk-Gedanken. Probiert es einfach einmal aus.
Der Punkt sollte also möglichst nicht angehakt werden.

Den MenĂŒpunkt [Advertise node position] sollte man entsprechend anhaken und die korrekten Breiten und LĂ€ngengrade eingeben.
Denn erst dann wird euer Knoten (Freifunk-Router) auch in der öffentlichen freifunk-karte.de die man auch
als Google Play Android-APP verwenden kann angezeigt.

Der Punkt [Contact info] dienen zur Kontaktaufnahme bei Problemen. Empfehlenswert ist hier
die [Angabe einer Telefonnummer oder E-Mailadresse].
TrÀgt man hier nichts ein, so wird der Router bei Problemen ggf. dauerhaft gesperrt. Daher solltet ihr hier eigentlich immer eine Angabe hinterlegen.
Ihr erhaltet darĂŒber ggf. auch Informationen ĂŒber fehlende Updates (z. B. wenn der Router lĂ€nger offline war).

Beachtet auch: Über den MenĂŒpunkt [Advanced settings] kann man noch weitere Einstellungen vornehmen, unter anderem:
Freifunk Node/Knoten KonfigurationsoberflÀche
Wenn man alles richtig eingestellt hat, bestÀtigt man die Einstellungen auf der Startseite mit dem Punkt [Save & restart].

Das Netzwerkkabel welches man zur Konfiguration verwendet hat sollte man nun noch mit dem eigenen DSL-Anschluss verbinden, wenn man den Zugang bereitstellen will.

Super! Dein Freifunk-Router ist nun ab sofort einsatzbereit.

Beachte bitte die folgenden Informationen, wenn Du den Router Outdoor (draußen im freien) betreiben willst.

Möchte man den Konfigurationsmodus neu aufrufen dann hĂ€lt man im laufenden Betrieb die Reset-Taste fĂŒr ca. 10 Sekunden fest.
Eine AusfĂŒhrliche Anleitung dazu findet ihr hier.

8. Router Reset Hinweis (Bug):



Wichtiger Hinweis! Bug?:
Bei den UAP-AC-M Routern funktioniert die Reset-Taste nur am Router selbst. Die Reset-Taste am PoE-Adapter wird nicht unterstĂŒtzt.
Auch ein recovery/debrick funktioniert nur ĂŒber die Reset-Taste am GerĂ€t selbst.
HĂ€ngt der Router z. B. Outdoor an einem Mast und es gibt ein Problem, dann braucht man immer eine Leiter. Das ist absolut nicht Professionell. Das ist ehrlich gesagt ist das großer Mist von Ubiquit.
WĂ€gt daher vorher gut ab, ob der Router fĂŒr diese Zwecke geeignet ist. Da es derzeit wenig gute Outdoor taugliche Freifunk/OpenWrt Router gibt, spreche ich hier trotzdem eine Empfehlung aus.
Hinterlegt daher am besten gleich ein Zertifikat auf dem Router.
Das Problem habe ĂŒbrigens nicht nur ich. Wenn man danach googelt findet man schnell andere Anwender mit dem gleichen Problem.
Tipps zur Lösung des Problems (wenn ihr welche habt) sind gern Willkommen.

9. UAP-AC-M Outdoor Einstellungen vornehmen:



Um den Router auch Outdoor Gesetzeskonform zu betreiben muss man auf dem Router noch einige Einstellungen vornehmen.
Diese Einstellungen lassen sich zurzeit nur mit einem SSH-Zugang direkt auf dem Router setzen. Ein SSH-Zugang ist fĂŒr den Outdoor-Betrieb somit unerlĂ€sslich.
Wie man einen starken SSH-SchlĂŒssel generiert, habe ich hier bereits beschrieben.

Verbindet euch nun mit SSH (z. B. PuTTY) mit dem Knoten/Router und setzt die folgenden Einstellungen.

Hier vorab folgender Dualband-Router Hinweis:

Empfohlene Outdoor Einstellungen:
uci set wireless.mesh_radio0.disabled='1'
uci set wireless.radio0.channel='auto'
uci set wireless.radio0.channels='100-140'
uci set gluon-core.
@wireless[0].preserve_channels='1'
uci set wireless.radio0.txpower='23'
uci set wireless.radio1.txpower='16'
uci commit gluon-core
uci commit wireless
wifi


Wichtige ParametererklÀrungen:
[wireless.mesh_radio0.disabled='1']
deaktiviert das Mesh-Netz bei 5 GHz (sofern dies nicht schon im Konfigurationsdialog geschehen ist), da das Mesh-Netz derzeit noch nicht mit wechselnden KanĂ€len klar kommt.

[wireless.radio0.channels='100-140']
stellt den Bereich fĂŒr das 5 GHz Band auf die Outdoor erlaubten KanĂ€le 100 bis 140 ein (5 GHz Ăœbersicht).

[wireless.radio0.channels='auto']
bewirkt das die KanÀle innerhalb des zuvor definierten Bereiches wechseln können.

[gluon-core.@wireless[0].preserve_channels='1']
bewirkt, das die Einstellungen auch nach einem Firmware-Update erhalten bleiben.

[wireless.radio0.txpower='23']
setzt die Sendeleistung vom Router im 5 GHz Band auf 23 dBm,
da die mitgelieferte Antenne einen Gewinn von 4 dBi hat.

Wenn der Router Router kein TPC (Transmission Power Control) unterstĂŒtzt, darf man nur mit einer um 3 dBm verringerten maximalen Sendeleistung senden
(5 GHz Ăœbersicht).

5 GHz Outdoor-KanÀle max. Sendeleistung:
Wenn der Router keine TPC unterstĂŒtzt hat, darf man auf den Outdoor-KanĂ€len mit maximal 27 dBm (500 mW) senden (23 dBm + 4 dBi = 27 dBm).
Wenn der Router eine TPC unterstĂŒtzt hat, darf man auf den Outdoor-KanĂ€len mit maximal 30 dBm senden (26 dBm + 4 dBi = 30 dBm).
Da ich nicht genau weiß ob TPC unterstĂŒtzt wird, wĂŒrde ich auf den Outdoor-KanĂ€len 100 bis 140 den Wert auf maximal 23 dBm setzen.

5 GHz Indoor-KanÀle max. Sendeleistung:
Wenn der Router keine TPC unterstĂŒtzt hat, darf man auf den auf den Indoor-KanĂ€len mit maximal 20 dBm senden (16 dBm + 4 dBi = 20 dBm).
Wenn der Router eine TPC unterstĂŒtzt hat, darf man auf den Indoor-KanĂ€len mit maximal 23 dBm senden (19 dBm + 4 dBi = 23 dBm).
Da ich nicht genau weiß ob TPC sauber unterstĂŒtzt wird, wĂŒrde auf den Indoor-KanĂ€len 36 bis 64 den Wert auf maximal 16 dBm setzen.

Um die StabilitĂ€t fĂŒr die Clients zu verbessern, kann auch hier ggf. eine Absenkung der Sendeleistung auf 22 dBm (Outdoor) bzw. auf 15 dBm (Indoor) sinnvoll sein.

Der Router darf weiterhin nur Outdoor senden, wenn er DFS (Dynamic Frequency Selection), das hören nach Radar und anderweitig höheren Diensten (radar detection) umsetzt
(gesetzliche Regelungen).
Das dies Funktioniert kann man prĂŒfen, in dem man das 5 GHz Netz mit dem WLAN-Analyzer beobachtet.
Und zwar muss der Router vor dem senden auf den Outdoor-KanĂ€len mindestens 60 Sekunden erst hören ob der Kanal freigegeben ist.
Dies funktioniert bei mir! Denn das 5 GHz Netzwerk, kommt in den Outdoor-KanĂ€len nach dem Start des Befehls [wifi] immer erst nach nach frĂŒhestens 1 Minute hoch.
Auf den Indoor-KanĂ€len ist das 5 GHz Netzwerk dagegen immer sofort da. Da hier nicht nach einem Radar gelauscht werden muss. Das beweist, dass der Router DFS beachtet.
Somit steht in meinen Augen der Outdoor-Nutzung nichts im Wege. Beachtet dabei diese Aussage ist ohne jegliche Garantie meinerseits!
ErgĂ€nzend wĂ€re anzumerken, dass ich in anderen Communitys schon 5 GHz Router im Netzwerk gesehen habe.

2.4 GHz Indoor & Outdoor max. Sendeleistung:
[wireless.radio1.txpower='16']
setzt die Sendeleistung vom Router im 2.4 GHz Band auf 16 dBm, da die mitgelieferte Antenne einen Gewinn von 4 dBi aufweist (16 dBm + 4 dBi = 20 dBm). Die Gesetzlich maximal erlaubte Sendeleistung liegt bei 20 dBm im 2.4 GHz Band.

Um die StabilitĂ€t fĂŒr die Clients zu verbessern, kann auch hier ggf. eine Absenkung der Sendeleistung auf 15 dBm (2.4 GHz) sinnvoll sein.

[uci commit ...]
speichert die Einstellungen fĂŒr den jeweiligen SchlĂŒssel dauerhaft im Flash-Speicher des Routers. Die Einstellungen bleiben dann bei einem Firmwareupdate oder Router-Neustart erhalten.

[wifi]
startet die Netzwerkschnittstelle neu.
Die geÀnderten Einstellungen sind dann sofort aktiv.

Ob die Änderungen sauber ĂŒbernommen wurden kann man mit folgenden Befehlen ĂŒberprĂŒfen:
iwinfo
iwinfo client0 txpower
iwinfo client1 txpower
uci show wireless.radio0
uci show wireless.radio1
uci show gluon-core


Optional: WAN-meshing aktivieren
(bei mehreren lokalen Routern empfohlen):
Hat man mehrere Router - die alle ĂŒber ein lokales Netzwerk verbunden sind, so sollte man möglichst das meshing ĂŒber WAN aktivieren.
Über den WAN-Port am Router wird dann nicht nur der Internetzugang bereitgestellt, sondern gleichzeitig das meshen zu allen anderen lokalen Routern realisiert.
Da die lokalen Knoten dann nicht mehr ĂŒber WLAN sondern ĂŒber LAN meshen steht somit mehr SendekapazitĂ€t fĂŒr die Freifunk-Nutzer zur VerfĂŒgung (stabilere & schnellere Verbindung).
# Ab Gluon 2018 wird dies so aktiviert (geĂ€nderte Syntax):
uci set network.mesh_wan.disable='0' # Ab Gluon 2018.1 wird dies so aktiviert (geĂ€nderte Syntax).
uci commit network && /etc/init.d/network
restart


10. 5 GHz WLAN - BĂ€nder, Frequenzen, KanĂ€le, DFS, TPC, innen & außen, max. Sendeleistung (Übersicht):



Gluon sendet StandardmĂ€ĂŸig auf dem indoor Kanal: 36.
Der Wetterradar belegt zeitweise die KanĂ€le: 120 - 130 (bei 20 MHz).

Übersicht der 5 GHz BĂ€nder, Frequenzen, KanĂ€le, erlaubte Sendeleistungen und Besonderheiten (802.11a/h/n/ac/ax):
5 GHz
Band
Frequenz
in GHz
WLAN Kanal Nr. bei
DFS Pflicht
Indoor
Outdoor
Besonder-
heiten &
max. Sende-
leistung
20
MHz
40
MHz
80
MHz
160
MHz
U-NII-1:
5150 - 5250 MHz
5,180 36 38 42 50 ✓ X 23 dBm (200 mW) mit TPC, ohne DFS.

20 dBm (100 mW) ohne TPC, ohne DFS.

Kanal 50 nur mit DFS.
5,200 40 ✓ X
5,220 44 46 ✓ X
5,240 48 ✓ X
U-NII-2A:
5250 - 5350 MHz
5,260 52 54 58 ✓ ✓ X 23 dBm (200 mW) mit TPC, mit DFS.

20 dBm (100 mW) ohne TPC, mit DFS.
5,280 56 ✓ ✓ X
5,300 60 62 ✓ ✓ X
5,320 64 ✓ ✓ X
U-NII-2-Extended:
5470 - 5725 MHz
5,500 100 102 106 114 ✓ ✓ ✓ 30 dBm (1000 mW) mit TPC, mit DFS.

27 dBm (500 mW) ohne TPC, mit DFS.

Wetterradar auf den KanÀlen:
120 bis 128 (20 MHz),
118 & 126 (40 MHz),
122 (80 MHz) und 114 (160 MHz).
5,520 104 ✓ ✓ ✓
5,540 108 110 ✓ ✓ ✓
5,560 112 ✓ ✓ ✓
5,580 116 118 122 ✓ ✓ ✓
5,600 120 ✓ ✓ ✓
5,620 124 126 ✓ ✓ ✓
5,640 128 ✓ ✓ ✓
5,660 132 134 X X ✓ ✓ ✓
5,680 136 X X ✓ ✓ ✓
5,700 140 X X X ✓ ✓ ✓

Hier folgen nun ergÀnzende ErklÀrungen zur Tabelle:

5 GHz Band:
U-NII (Unlicensed National Information Infrastructure) ist die
US-Bezeichnung fĂŒr das lizenzfreie 5 GHz Frequenzband.
Der 5 GHz Frequenzbereich wurde dabei in verschiedene Teile unterteilt.

Frequenz:
Ist hier die Angabe der mittleren Frequenz.
Der Kanal 36 (5180 MHz) sendet Beispielsweise bei einer Bandbreite von 20 MHz im Frequenzbereich von 5170 bis 5190 MHz.

Kanal Nr.:
Die Frequenzbereiche sind in StandardmĂ€ĂŸig in 20 MHz Abschnitte eingeteilt.
Schmale KanÀle haben eine geringere Bandbreite bei wenigen Störungen durch Interferenzen.
Eine höhere Bandbreite wird durch das zusammenfassen von benachbarten KanĂ€len (KanalbĂŒndelung) erreicht. Umso breiter ein Kanal wird, desto StöranfĂ€lliger wird dieser.
Beim Zusammenfassen von 2 Frequenzbereichen wird immer die Kanalnummer verwendet, die genau zwischen den beiden KanÀlen liegt.
In der oben dargestellten Tabelle sind alle möglichen 5 GHz KanĂ€le fĂŒr Deutschland aufgelistet.

DFS (Dynamic Frequency Selection/dynamische Frequenzwahl):
Die Norm ETSI 301 893 sieht vor, dass das WLAN-GerÀt auf andere Dienste mit höherer PrioritÀt achten muss.
Das WLAN Netz darf Dienste mit höherer PrioritĂ€t: Wetterradar, militĂ€rische Radaranlagen, Satelliten- und Ortungsdienste nicht stören.
Das WLAN-GerÀt wechselt dann selbststÀndig auf einen anderen Kanal.
Die KanĂ€le 36, 40, 44 und 48 bei 20 MHz erfordern kein DFS. Hier kann man dauerhaft senden, ohne auf andere RĂŒcksicht zu nehmen.

Indoor:
Eine Nutzung in umschlossenen GebÀuden/RÀumen ist erlaubt.

Outdoor:
Eine Nutzung außerhalb von umschlossenen GebĂ€uden/RĂ€umen (im Freien) ist erlaubt.

Sendeleistung:

TPC (Transmission Power Control/Leistungsreduzierung):
Die maximale Sendeleistung ist nur erlaubt, wenn TPC beachtet wird. Kann das WLAN-GerÀt kein TPC, so verringert sich die maximale Sendeleistung um 3 dBm.
Die automatische Leistungsreduzierung ermittelt die minimal notwendige Sendeleistung, um die Verbindung zum Access Point aufrecht zu erhalten.
Das WLAN-GerÀt muss demnach die Sendeleistung selbststÀndig regulieren können.
ErgÀnzender Hinweis:
Mir ist derzeit nicht klar ob OpenWrt bzw. Gluon (Freifunk) TPC unterstĂŒtzt. Daher empfehle ich vorerst eine reduzierung der maximalen Sendeleistung um 3 dBm.

11. 5 GHz Reichweite, Geschwindigkeit, Störungen,
Mesh-Netzwerk, Outdoor/Außenbereich:



5 GHz Reichweite/Geschwindigkeit/Störungen:
Hier sind folgende Punkte wichtig:
Somit ist das 5 GHz Band gar nicht so schlecht wie man denkt.
Man somit im 5 GHz WLAN durchaus eine höhere Geschwindigkeit und Reichweite erreichen als dies im 2.4 GHz WLAN Netz möglich wĂ€re (abhĂ€ngig vom einzelnen Fall).
Das 5 GHz Band sollte man daher in Betracht ziehen um die steigenden Anforderungen zu erfĂŒllen.

5 GHz Mesh-Netzwerk:
Durch den stĂ€ndigen Kanalwechsel durch DFS, ist auf den KanĂ€len 52-64 (nur Indoor) und 100-140 (Outdoor) kein stabiler Betrieb eines Mesh-Netzwerks im 5 GHz Band möglich.

Auf den KanĂ€len 36-48 (nur Indoor) ist ein Mesh-Netzwerk Betrieb möglich, z. B. mit dem unmittelbaren Nachbarn (in umschlossenen GebĂ€uden).
Hier sollte man sich dann aber mit dem Mesh-Partner auf einen festen Kanal einigen.
Als Empfehlung: Ich wĂŒrde hier den StandardmĂ€ĂŸig eingestellten Kanal 36 belassen.

ErgÀnzend hierzu möchte ich noch folgendes angemerken:
Begrenzt man im auf den KanĂ€len 52-64 (Indoor) und 100-140 (Outdoor) im 5 GHz Band die verfĂŒgbaren KanĂ€le auf nur einen Kanal (z. B. nur auf 140), dann wechselt der Router bei einer auftretenden DFS Anforderung trotzdem den Kanal (wenn DFS korrekt implementiert wurde).
Der Router macht also trotzdem fĂŒr die höheren Dienste Platz auf dem Kanal . Auch hier wĂŒrde wieder die Verbindung entsprechend unterbrochen.
Daher sollte man das Mesh-Netz nur ĂŒber 2.4 GHz aktivieren und bei 5 GHz entsprechend deaktivieren.

Was ist Outdoor zu beachten:
GerĂ€te die im Outdoor-Bereich auf 5 GHz Funken wollen mĂŒssen zwingend DFS unterstĂŒtzen.
Die Firmware vom oben beschriebenen Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M scheint DFS zu unterstĂŒtzen (siehe Punk 9).
PrĂŒft dies wie oben beschrieben vor Inbetriebnahme immer ab.
Ob die GerÀte zwingend eine Zertifizierung benötigen, konnte ich aus den Gesetzlichen Unterlagen (siehe Punk 12) nicht herauslesen.
Wer auf Nummer sicher gehen will, kann das 5 GHz Netzwerk auch entsprechend deaktivieren.

Ich will aber unbedingt 5 GHz Outdoor senden was tun?:
Eine weitere Möglichkeit ein 5 GHz Freifunk-Netzwerk zu realisieren ist die Verwendung eines Routers mit der originalen Herstellerfirmware.
Es wird hierzu ein handelsĂŒblicher 5 GHz Router mit der originalen und zertifizierten Herstellerfirmware im Bridge Modus an ein/einen (Freifunk-Backend/Freifunk-Router mit Mesh-on-LAN) angeschlossen. Als Nebeneffekt kann hier durch die Umsetzung neuer Standards (z. B. KanalbĂŒndelung/40 MHz breite KanĂ€le usw.) ggf. die Netzwerkgeschwindigkeit beim Client deutlich ansteigen.
Das notwendige DFS verhindert aber weiterhin das Meshing im 5 GHz Band.

Was ist wenn mein indoor Router außen empfangbar ist?:
Sollte ein indoor angebrachter Router draußen noch empfangbar sein, dann ist das ebenso.
Die Leistung auf den indoor KanĂ€len 36 bis 48 (bei 20 MHz) ist so ausgelegt, dass diese außen nicht weit empfangbar sind.
Störungen bzw. Probleme sind hier nicht zu erwarten.

12. Gesetzliche Regelungen, Richtlinien & Stellungnahmen zum 5 GHz Band: EU, Deutschland, Kernel-Entwickler, OpenWrt, Gluon:



Wichtig:
Wenn man im 5 GHz Band senden möchte sollte man die verschiedene rechtliche Bedingungen beachten.
Ich versuche hier das ganze ohne jegliche Garantie/ohne rechtliche Beratung etwas zu beleuchten.
Sofern mir Fehler unterlaufen sind, dann wĂŒrde ich mich um eine RĂŒckmeldung freuen.

Die EU entwirft Richtlinien/Normen fĂŒr alle Mitgliedstaaten der EU. Diese Richtlinien mĂŒssen dann die einzelnen Mitgliedstaaten (unter anderem auch Deutschland) entsprechend umsetzen.
Ich gehe hier nur auf die fĂŒr Deutschland gĂŒltigen Regelungen ein.

Dazu folgen nun ein paar Links mit einigen Anmerkungen:

Deutschland Regelungen: Bundesnetzagentur zugeteilte Frequenzen unter anderem im 2,4 GHz und 5 GHz Band:
Allgemeinzuteilung von Frequenzen in den Bereichen 5150 MHz - 5350 MHz und 5470 MHz - 5725 MHz fĂŒr Funkanwendungen zur breitbandigen DatenĂŒbertragung, WAS/WLAN („Wireless Access Systems including Wireless Local Area Networks“):

Wichtiges aus der Allgemeinzuteilung:


Telekommunikationsgesetz -
§ 60 TKG - Bestandteile der Frequenzzuteilung:


Zitat § 60 Abs. 1 Satz 3 TKG: Eine Nutzung zugeteilter Frequenzen darf nur mit Funkanlagen erfolgen, die fĂŒr den Betrieb in der Bundesrepublik Deutschland vorgesehen bzw. gekennzeichnet sind.
EU Regelungen: ETSI EN301 893:

Wichtige Seiten zur EN301 893 Version 2.1.1:

EU Regelungen: Richtlinie 2014/53/EU - Document 32014L0053:

Wichtiges aus der Richtlinie 2014/53/EU:

EU Richtlinie: 2005/513/EC - Document 32005D0513 und 2007/90/EC - Document 32007D0090:

Ältere EU Entscheidungen fĂŒr alle EU Mitgliedstaaten zur Freigabe der Frequenzen und SendestĂ€rke.

wireless.kernel.org:

Stellungnahme der Kernel Entwickler. Regulierungen jeglicher Art werden weltweit als wichtige Komponenten betrachtet.

OpenWrt Wireless configuration:

WLAN Einrichten & DFS FunktionalitĂ€t prĂŒfen unter OpenWrt (auch fĂŒr Gluon).

Gluon 5 GHz Support Forum:

Diskussion bezgl. der 5 GHz UnterstĂŒtzung im Freifunk-Netzwerk.

13. UniFi¼ AC Router - weiße LED abschalten (optional):



Die Status-LED vom UniFiÂź AC-Mesh Router leuchtet im Betrieb stĂ€ndig weiß.
Die LED kann man deaktivieren, um den Knoten weniger auffÀllig zu gestalten.
Verbaut ist auch eine blaue LED diese ist hier aber eher irrelevant, daher habe ich diese nicht weiter erlÀutert.

die weiße LED abschalten (0):
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:white\:dome/brightness

die weiße LED anschalten (1):
echo 1 > /sys/class/leds/ubnt\:white\:dome/brightness


Um die Einstellungen bei jedem Neustart beizubehalten gibt es zwei Varianten.

Variante 1 - empfohlen:
Öffnet die Datei '/etc/config/system' mit einem Editor:
vi /etc/config/system

und fĂŒgt folgendes am Ende hinzu:
config 'led'
	option 'sysfs' 'ubnt:white:dome'
	option 'default' '0'

Hinweis: Den Eingabemodus aktiviert man mit der Taste i (insert), gespeichert wird ĂŒber Esc und :wq (write & quit) und Enter.

Variante 2 - weniger empfohlen:
Damit die Einstellungen auch nach dem Neustart bestehen bleiben, legt man folgendes Script an:
vi /etc/init.d/led_off

Hier dann folgendes einfĂŒgen:
#!/bin/sh
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:white\:dome/brightness

Hinweis: Den Eingabemodus aktiviert man mit der Taste i (insert), gespeichert wird ĂŒber Esc und :wq (write & quit) und Enter.

das Script ausfĂŒhrbar machen:
chmod +x /etc/init.d/led_off


nun muss man das Script noch verlinken, damit es beim Booten mit ausgefĂŒhrt wird:
ln -s /etc/init.d/led_off /etc/rc.d/S98led_off


Wichtig: Beachtet dabei, die hier gemachten Änderungen sind ggf. nicht Updatefest.
Nach einem automatischen oder manuellen Routerupdate muss man die Einstellungen unter UmstÀnden neu vornehmen.

Je nach Routermodell sind verschiedene LEDs verbaut, hier noch eine kurze Zusammenfassung.
weiße und blaue LED beim UniFi¼ AC Router:
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:white\:dome/brightness
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:blue\:dome/brightness

grĂŒne und orange LED bei UniFiÂź AP Router:
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:green\:dome/brightness
echo 0 > /sys/class/leds/ubnt\:orange\:dome/brightness


14. Àltere Firmware herunterladen
(notwendig fĂŒr downgrade/back to stock):



Als nÀchstes lÀdt man nun wie hier gezeigt eine alte Firmware Version zum entsprechenden Router herunter.

Ubiquiti Networks Herstellerseite: https://www.ui.com

Die Hersteller-Webseite ist ziemlich umfangreich, um das Finden der alten Firmware zu erleichtern habe ich folgendes Video erstellt.
Das Video startet alle 15 Sekunden neu.
Die Ansicht kann man durch Anklicken oder Zoom mit den Fingern vergrĂ¶ĂŸern.
Ubiquiti UniFiÂź AC-Mesh/UAP-AC-M stock Firmware zum downgrade herunterladen
Die hier gezeigte Firmware ist also fĂŒr UniFiÂź Mesh Produkte:
AUP-AC-EDU, UAP-AC-IW, UAP-AC-LITE, UAP-AC-LR, UAP-AC-M, UAP-AC-M-PRO und UAP-AC-PRO geeignet.

Direktlink zur UniFiÂź Mesh Download Seite:
https://www.ui.com/download/unifi/unifi-mesh/uap-ac-m

Direktlink fĂŒr die Firmware Version: 3.7.58.6385:
https://dl.ubnt.com/unifi/firmware/U7PG2/3.7.58.6385/
BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin
(empfohlene Version)

Hash-PrĂŒfsummen zum ĂŒberprĂŒfen des Downloads:
MD5:    
5bb23b387defcbd1f6cda5819c7905e5 *BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin
SHA1:  
a01bc784b0bc87cd35065dee51da4e0c3cc66531 *BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin
SHA256:
cfe2e639c430d1a849c2892effb84157e82ea9cb08d174547c1e001d4d4388a8 *BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin

zum ÜberprĂŒfen des Downloads gibt man die folgenden Befehle in einem Terminal ein:
cd Downloads
md5sum    BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin

sha1sum   Firmware.bin # alternative Variante mit SHA-1.
sha256sum Firmware.bin # alternative Variante mit SHA256.


15. downgrade, debrick, stock-firmware restore -
Router Reparatur/originale Hersteller Firmware wiederherstellen:



Voraussetzungen:
Die originale Firmware/stock firmware (siehe Punkt 14) wurde bereits herunter geladen.
Der UniFi Router ist mit dem PoE Adapter und dem Computer verbunden.

Statische IP-Adresse vergeben (Anleitung):
IP-Adresse:  192.168.1.2
Subnetmaske: 255.255.255.0


Los geht es:
Die Firmware wird mittels einem TFTP Server zu dem Router ĂŒbertragen.
Diesen muss man wie folgt nachinstallieren:
xubuntu@xubuntu:~$ sudo apt install tftp
Paketlisten werden gelesen... Fertig
AbhÀngigkeitsbaum wird aufgebaut.
Statusinformationen werden eingelesen.... Fertig
Die folgenden NEUEN Pakete werden installiert:
  tftp
0 aktualisiert, 1 neu installiert, 0 zu entfernen und 0 nicht aktualisiert.
Es mĂŒssen 17,0 kB an Archiven heruntergeladen werden.
Nach dieser Operation werden 48,1 kB Plattenplatz zusÀtzlich benutzt.
Holen:1 http://archive.ubuntu.com/ubuntu cosmic/universe i386 tftp i386 0.17-18ubuntu3 [17,0 kB]
Es wurden 17,0 kB in 1 s geholt (32,2 kB/s).
Vormals nicht ausgewÀhltes Paket tftp wird gewÀhlt.
(Lese Datenbank ... 154656 Dateien und Verzeichnisse sind derzeit installiert.)
Vorbereitung zum Entpacken von .../tftp_0.17-18ubuntu3_i386.deb ...
Entpacken von tftp (0.17-18ubuntu3) ...
Trigger fĂŒr man-db (2.8.4-2) werden verarbeitet ...
tftp (0.17-18ubuntu3) wird eingerichtet ...


Nun muss man den Router in den recovery Modus versetzen:
  1. ZunÀchst muss den Router Stromlos machen.
  2. Nun die Reset-Taste am Router drĂŒcken und halten. Hinweis: Bei mir funktionierte nur die Reset-Taste am Router direkt, die Reset-Taste am PoE-Adapter funktionierte hier nicht (siehe Punkt 8).
  3. Dabei den Router wieder einschalten (am einfachsten ist dies mit einer Schalterleiste zu bewerkstelligen, das entfernen des PoE-Netzwerkkabel geht auch).
  4. Die Reset-Taste nun ca. 20 Sekunden halten bis die LED Anzeige andauernd weiß - blau - aus blinkt.
  5. Der Router befindet sich nun im recovery Modus und nimmt eine neue Firmware ĂŒber tftp an.
    Man kann sich mit den nÀchsten Schritten etwas Zeit lassen.
    Macht man jetzt den Router erneut Stromlos, dann wird der Vorgang abgebrochen und die bisherige Firmware ganz normal wieder gestartet.

Firmware an den Router senden:
Hinweis: Der Router nimmt im recovery Modus nur die Original Firmware (stock rom) an. Wenn man eine andere Firmware flashen wollte, so muss dies ĂŒber den Zwischenweg der stock Firmware erfolgen.

Nun muss man in den 'Downloads' Ordner wechseln, die heruntergeladene Firmware umbenennen und den tftp-Server starten:
xubuntu@xubuntu:~$ cd Downloads/
xubuntu@xubuntu:~/Downloads$ mv BZ.qca956x.v3.7.58.6385.170508.0957.bin firmware.bin
xubuntu@xubuntu:~$
xubuntu@xubuntu:~/Downloads$ tftp

Die Anzeige ggf. (mit dem Finger) verschieben.

mit den folgenden Befehlen wird die Firmware nun endgĂŒltig auf den Router ĂŒbertragen:
tftp> connect 192.168.1.20
tftp> binary
tftp> rexmt 1
tftp> timeout 60
tftp> put firmware.bin
Sent 7764011 bytes in 0.7 seconds
tftp> quit


Nun einfach etwas warten. Der Flashvorgang dauert ca. 2-3 Minuten.
Der Router startet selbststĂ€ndig neu, wĂ€hrenddessen beginnt die weiße LED zu blinken.
Wenn die LED wieder dauerhaft weiß leuchtet ist der Router mit der originalen Firmware ĂŒber die folgende
IP-Adresse erreichbar: http://192.168.1.20
Der Router antwortet auch auf ping.

Original-Anleitung beim Hersteller:
https://help.ubnt.com/hc/en-us/articles/204910124-UniFi-TFTP-Recovery-for-Bricked-Access-Points

Anleitung zum LED-Status:
https://help.ubnt.com/hc/en-us/articles/204910134

16. OpenWrt/Freifunk Router-Empfehlungen
fĂŒr 2.4 und 5 GHz/Dualband (andere Hersteller):



Da es zurzeit nicht besonders viele Dualband Router gibt die Freifunk unterstĂŒtzen habe ich hier mal eine Übersicht dazu erstellt.
Die Router verwenden in der Regel die ipq40xx Plattform von Qualcomm. Der 5 GHz Teil kann dabei durch den neuen Standard 802.11ac (Wave 2), an mehrere mehrere EmpfÀnger gleichzeitig senden (MU-MIMO). Das erhöht entsprechend die LeistungsfÀhigkeit und Geschwindigkeit im Netzwerk.

🛍 Freifunk Router mit Dualband (simultan) 2.4 + 5 GHz:



ErgÀnzende Anmerkungen:
Die hier vorgestellten Router werden alle von Freifunk unterstĂŒtzt. Eine aktuelle Gluon/Firmware Version wird entsprechend vorrausgesetzt.
Wieweit die Outdoor-Tauglichkeit gegeben ist, kann ich leider nicht sagen. Interessant wĂ€re vor allem ob DFS korrekt unterstĂŒtzt wird.
Indoor könnt ihr die Router auf jeden Fall verwenden.
Wenn Ihr hier weitere Infos habt meldet euch bei mir. Ich wĂŒrde die Infos dann hier mit ergĂ€nzen.

17. AVM Fritz!Box & Fritz!WLAN Repeater
mit Freifunk Firmware einrichten:



🛍 Derzeit werden unter anderem folgende AVM Router und Repeater unterstĂŒtzt:



Die Anleitung zu Installation ist hier:
https://fritz-tools.readthedocs.io/de/latest/




Der Beispielrouter ist hier am Bahnhof in Kahla Online - Grafana Statistik:
Freifunk Saar - Router am Bahnhof Kahla
Foto: Freifunk Router Bahnhof Kahla. Anschluss derzeit DSL6000 (6 MBit/s). Ein Ausbau auf 100/40 MBit/s ist im September 2019 geplant.

freifunk.net: https://freifunk.net
freifunk - wie mache ich mit?? https://freifunk.net
/wie-mache-ich-mit/community-finden
freifunkstattangst.de: https://freifunkstattangst.de
Wikipedia: https://de.wikipedia.org/wiki/Freifunk
Zentrale Freifunk Karte: https://www.freifunk-karte.de
Pico Peering Agreement: http://www.picopeer.net/PPA-de.shtml
freifunk Konsolenzugang: https://wiki.freifunk.net/Konsole
Zentrale RouterĂŒbersicht: https://wiki.freifunk.net
/Freifunk_Firmware_Gluon/Hardware
Gluon spezifische Einstellungen:  http://gluon.readthedocs.org
Gluon Quellcode auf GitHub:https://github.com/freifunk-gluon/gluon
Gluon Commandline Doku:https://github.com
/freifunk-gluon/gluon/wiki/Commandline-administration
LEDE Project:Das LEDE-Project war ein Fork (ein Nachfolger) von OpenWrt.
Mit Begin des Jahres 2018 wurde jedoch eine Verschmelzung nach den Regeln des LEDE-Projektes mit dem ehemaligen OpenWrt Projekt vereinbart.
So das jetzt wieder alles einheitlich ĂŒber die OpenWrt Seite zu beziehen ist.
GerÀte Wiki:wikidevi.com
Freifunk Saar:saar.freifunk.net
Freifunk Saar Router Status:Mit welchem Router bin ich verbunden?
my.ffsaar
Der Link zeigt an, mit welchem Router man sich verbunden hat. Das ist insbesondere Hilfreich, wenn mehrere Router in der NĂ€he sind. Der Link geht natĂŒrlich nur, wenn man ĂŒber das Freifunk-Netzwerk vom Saarland verbunden ist.

❑  Abschließende Hinweise:



IP-Adressen, E-Mailadressen, Namen u. Ă€. wurden fĂŒr die Dokumentation geĂ€ndert, hacken ist also zwecklos.
Ein Teil dieser Anleitung basiert auf folgender Grundlage:
Freifunk Darmstadt [CC BY-SA 3.0] und Freifunk Lippe.
Die Nutzung der Anleitung erfolgt auf eigene Gefahr, fĂŒr jegliche SchĂ€den wird keine Garantie/Haftung ĂŒbernommen!
Die Dokumentation entstand aus verschiedenen Tests, sowie produktiven Installationen (u. a. mit Routern der Community Freifunk Saar).
Diese Anleitung stellt somit eine Zusammenfassung wichtiger und empfohlener Schritte dar.
Bevor sie eventuell Fragen stellen bitte ich sie die Dokumentation komplett zu lesen.
Hinweise auf Fehler, Anregungen, Danksagungen oder Àhnliches sind immer willkommen.

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